Gibst du noch (unbewusst) das Ruder ab?

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Wenn alte Muster dich noch steuern, ist es Zeit, das System zu wechseln.

Allte Prägungen erkennst du an folgenden Stimmen:
„Du bist nicht gut genug.“
„Tanz nicht aus der Reihe und pass dich lieber an.“
„Verhalte dich lieber unauffällig“

Es ist keine rationale Stimme. Sie stammt nicht aus deinem heutigen Ich, sondern oft aus deiner Vergangenheit. Genauer gesagt: aus/von dem Inneren Kind.

Was ist das Innere Kind überhaupt?

In der Psychologie beschreibt das „Innere Kind“ all die Erfahrungen, Gefühle, Bedürfnisse und Prägungen, die wir in unserer Kindheit gemacht haben. Es ist kein festgelegter Anteil in uns, sondern ein psychodynamisches Bild für unsere frühe emotionale Innenwelt.

Je nach Bindungserfahrungen, Erziehung, Umfeld und Ereignissen haben wir Überzeugungen entwickelt, die sich tief ins Unbewusste eingeschrieben haben und heute noch unser Selbstbild und Verhalten beeinflussen.

Wenn das Innere Kind die Identität mitbestimmt

Das Problem entsteht, wenn das Innere Kind (unbewusst) die Führung übernimmt:

  • Du zweifelst an dir, obwohl du kompetent bist.
  • Du passt dich an, obwohl du anders denkst.
  • Du strebst nach Perfektion, um Liebe und Anerkennung zu verdienen.

Kurz: Du lebst ein Selbstbild, das aus alten Schutzstrategien entstanden ist, nicht aus deiner erwachsenen, kraftvollen Identität.

Warum das gefährlich ist?

Weil du dann nicht aus der Fülle deiner heutigen Möglichkeiten handelst, sondern aus einer alten Überlebensstrategie.

Das Innere Kind ist ein Teil deiner Geschichte,
doch es ist nicht deine Identität.

Was du stattdessen tun kannst

1. Beobachte deine Reaktionen bewusst
Wenn du überreagierst, dich zurückziehst oder dich selbst abwertest – frage dich:
Reagiert hier mein erwachsenes Ich, oder ein jüngerer Teil von mir?

2. Trenne liebevoll Vergangenheit und Gegenwart
Schaffe emotionale Distanz und ergreife Selbstführung – sage innerlich:
„Danke, dass du mich damals geschützt hast. Heute übernehme ich.“

3. Stärke deine erwachsene Identität – Frage dich:
Was kann ich heute, was ich damals nicht konnte?
Welche Werte möchte ich vertreten?
Was macht mich als Erwachsene heute aus?

4. Beziehe dein inneres Kind mit ein, doch gib ihm nicht das Steuer
Das Ziel ist nicht, das innere Kind zu verdrängen, sondern es zu halten, zu hören und nicht mit der eigenen Wahrheit zu verwechseln – werde dir bewusst:
Du bist heute die, die dein inneres Kind halten kann – nicht die, die es braucht.


Reflexionsfragen

  1. In welchen Situationen merkst du, dass du „kleiner“ wirst als du bist?
  2. Welche Sätze aus deiner Kindheit hast du noch immer im Kopf und wie wirken sie heute?
  3. Welche neue innere Haltung möchtest du kultivieren, um in deiner Identität anzukommen?

Du bist heute nicht mehr das Kind, das du warst.
Aber du bist die Frau, die es heilen kann.

Wenn du spürst, dass dein inneres Kind oft das Ruder übernimmt, sei liebevoll mit dir. Aber nimm die Zügel wieder in die Hand!

Möchtest du deinem Inneren Kind zuhören, ohne dich weiter klein zu machen?

In meinem Kurs „Perfekt unperfekt – und erfolgreich“ begleite ich dich dabei, dich von alten Perfektionsmustern und inneren Blockaden zu lösen.
Du lernst unter anderem, dein Inneres Kind zu halten, ohne dich von alten Ängsten und Prägungen steuern zu lassen. Sanft und praxisnah. Für ein starkes Selbstbild.

Alle Infos findest du hier!

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